Tag 31: Anders Fasten mit Birgitt

Ihr kennt sicher das Kinderlied:

Hänschen klein
ging allein
in die weite Welt hinein.

Stock und Hut
steht ihm gut,
ist ganz wohlgemut.

Doch die Mutter weinet sehr,
hat ja nun kein Hänschen mehr.
Da besinnt sich das Kind;
läuft zurück geschwind.

Als Kind habe ich immer voll mit der Mutter mitgelitten. Wie schrecklich muss es sein, Hänschen zu verlieren. Und ist es für Hänschen nicht auch schrecklich die Mutter zu verlieren?

Dann habe ich meine Mutter angeschaut und habe gedacht, wie lieb ich sie habe. Ich würde nie weglaufen und sie allein lassen. Na ja, wie ich erwachsen war, habe ich mich dann doch räumlich von ihr getrennt. Irgendwann hat uns der Lauf des Lebens im Alter tatsächlich getrennt. Oder eigentlich doch wieder nicht. Es gibt keinen Tag, an dem ich mich nicht an sie und ihre Ratschläge erinnere.

Welcher Verlust hat euch erst so richtig klar gemacht, welchen Wert ein Mensch, ein Tier oder eine Sache für euch hatte?

Eure Birgitt

14. Adventstürchen

Wenn man etwas verloren hat, schmerzt der Verlust. Es kommt einem zu Bewusstsein, dass man das Verlorene nie wieder sehen und in der Hand halten wird, oder nicht mehr umarmen kann. Es kommt die Erkenntnis, wie wertvoll es für uns war.

Deswegen schätzt den Augenblick und erfreut euch an dem, was euch gerade umgibt.

Eure Birgitt